CDU Stadtverband Wermelskirchen
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-wermelskirchen.de

DRUCK STARTEN


Archiv
25.08.2009, 21:17 Uhr
Ampelskirchen lässt grüßen
Offener Brief des Stadtverordneten Bernd Meyer an den Bürgermeister zu den neu installierten  Ampeln an der oberen Eich
Sehr geehrter Herr Bürgermeister ,
sehr geehrte Damen u. Herren des städtischen Tiefbauamtes,

nachdem nun der Ausbau der oberen Eich abgeschlossen ist, muss ich mich noch einmal mit meiner Kritik an Sie wenden. Zuerst einmal ist festzustellen: der Ausbau der oberen Eich mit den Anschlüssen an den Brückenweg, die Telegrafenstraße und die Kölner Straße ist eine gelungene Sache. Viele positive Äußerungen aus der Bevölkerung unterstützen meine Meinung. Somit kann festgestellt werden, dass die damalige Planungen und der Ausbau dieser Variante richtig war. Aber dennoch bleibt das Aufstellen der Ampeln weiterhin im Gespräch.

Sie hatten mir mit Schreiben vom 10.06.2009 mitgeteilt, dass meine Vorschläge von den zuständigen Gremien (Straßenverkehrsbehörde, Kreispolizei und örtliche Polizei) überprüft werden und ich dann eine schriftliche Information aus dem Rathaus erhalten werde. Bis heute ist nichts geschehen. Wenn man dann auch noch die widersprüchlichsten Äußerungen aus dem Tiefbauamt in der örtlichen Presse verfolgt, muss man sich schon seine Gedanken machen. Ich habe in den letzten Tagen den vom Tiefbauamt prognostizierten regen Fußgängerverkehr beobachtet. Ganz so wie angenommen, ist er wohl nicht. Aber das ist ja nicht das Problem. Das Problem bleiben weiterhin die Ampeln. Im Vorfeld der Ausbauphase war die Rede von 4 Ampeln.
 
Was ist daraus geworden? 6, in Worten: sechs Ampeln auf einem Straßenstück von knapp 100 Metern in einer 30km Zone. Das gibt es sicherlich nur in Wermelskirchen.
Doch was allem die Krone aufsetzt, erfolgte bei den Markierungsarbeiten. Man stelle sich vor: ca. 200m Straße in einer 30km Zone. Für die Bürger werden 3 Möglichkeiten des Überquerens des Straßenstücks geschaffen:

1. Vor dem Kreisverkehr = Zebrastreifen mit Verkehrsschild und Lampe auf der Mittelinsel. So hatten sich viele Bürger auch die anderen Überquerungsmöglichkeiten vorgestellt.
2. Vor der Parfümerie = 3 Ampeln
3. In der Höhe der Telefonzellen: 3 Ampeln.

Für mich ergeben sich nun folgende Fragen:

Müssen wir am Kreisverkehr noch 3 Ampeln installieren? Ampelskirchen lässt grüßen.
Können wir ganz auf die Ampeln verzichten? Warum hat man nicht alle Überquerungsmöglichkeiten gleich gestaltet?
Gleichzeitig setzt es aber auch alle Argumente der Verwaltung bei der Diskussion vom 08.06.2009 außer Kraft.

Täglich überqueren viele Bürger die Telegrafenstr. und die Kölner Str. Auch hier gibt es keine Ampeln und alles läuft reibungslos. Doch die Verwaltung scheint nicht von ihrer Meinung abzubringen zu sein. Vor einigen Tagen hat auch der verkehrspolitische Sprecher der WNK/UWG Herr Rehse meine Meinung öffentlich vertreten. Aber Anregungen von Stadtverordneten sind ja nicht so wichtig oder gewollt.

Bevor ich zum Ende meines Briefes komme, habe ich noch einige weitere Fragen zum Innenstadtausbau.
Sind in der Planung und beim Ausbau der Telegrafenstraße Fehler gemacht worden?
Hat man die Pflanzbeete zu weit in die Straße gebaut?
Gehören die rot/weißen Baken zum Gesamtbild der Straße, wie etwa das Gerüst am Rathaus?
Oder hat das Bauunternehmen vergessen, sein Eigentum abzubauen?

Wie Sie sehen machen sich die Bürger unserer Stadt Gedanken über das, was hier passiert. Wir kennen zwar nicht alle Rechtsvorschriften, aber manchmal sollte auch der klare Menschenverstand zu seinem Recht kommen.

In der Hoffnung diesmal eine Antwort auf meine Fragen zu erhalten, verbleibe ich
mit freundlichem Gruß
 


Bernd Meyer
CDU-Stadtverordneter

 
aktualisiert von Stephan Eisbach, 02.05.2010, 18:35 Uhr