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03.09.2008, 21:52 Uhr
Husfeldt soll der Vermittler sein
Berichterstattung in der Bergischen Morgenpost vom 29.08.2008 von Gunhild Tillmanns
Der 43-jährige Hans-Dieter Husfeldt soll als möglicher Bürgermeister zwischen Verwaltung und Rat neutral und unvoreingenommen vermitteln und realistische Vorschläge für die Stadtentwicklung unterbreiten: Das wollen CDU und SPD von ihrem gemeinsamen Kandidaten.

An seinen Lieblingslehrer im Gymnasium oder an den gegenteiligen Kandidaten will sich Hans-Dieter Husfeldt nicht mehr erinnern können: „Nach 25 Jahren ist das alles schon Schall und Rauch“, antwortet er politisch-diplomatisch. Der parteilose Bürgermeister-Kandidat von CDU und SPD lernt schnell. Allerdings weiß SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein als Lehrer am Gymnasium: „Die Lehrer erinnern sich aber noch an Hans-Dieter Husfeldt.“ Denn das Gymnasium ist zunächst der biografische Bezug, den der 43-jährige Remscheider zu Wermelskirchen hat.

Geboren wurde er in Hückeswagen, aufgewachsen ist er in Remscheid, das Gymnasium Wermelskirchen hat er durchlaufen und dort auch Abitur gemacht. „Bald ist wieder Klassentreffen, nach 25 Jahren“, freut er sich. Wermelskirchen kennt er aber auch aus den Jahren 2004 bis 2006 als Inspektionsleiter bei der Polizei. Und beim Kreis, vor allem beim Landrat, habe er schon lange den Ruf, dass er ein besonderes Faible für den Nordkreis habe, erzählt Husfeldt.

Die Familie zieht mit

Wohnhaft ist er mit seiner Familie in Reinshagen, also auf der Stadtgrenze zu Wermelskirchen. Würde er Bürgermeister, dann könne er es sich nicht vorstellen, nicht auch in Wermelskirchen zu wohnen, sagt der Kandidat und bezieht seine Familie damit ein. Ehefrau Gaby (42 Jahre alt), Sohn Patrick (16) und Felix (14) seien natürlich vor einer möglichen Kandidatur gefragt und einbezogen worden. Husfeldt ist sicher, dass seine Familie nicht nur, was einen Umzug anbelangt, sondern auch im übertragenen Sinne mitziehen, falls er der neue Bürgermeister würde.

Seinen Vorteil als Kandidat sieht er in seiner Verwaltungserfahrung, in der Mitarbeiterführung und -motivation. Da nutze ihm auch seine Tätigkeit als Trainer der Landes- und Bundesschwimm-Mannschaften im Polizeisport. Dort habe er auch verinnerlicht, dass nur die Mannschaft, nicht der Einzelne die tatsächliche Leistung erbringt, sagt Husfeldt.

Der Mitgliederversammlung der CDU stellt sich Bürgermeister-Kandidat Hans-Dieter Husfeldt am 18. September und der Mitgliederversammlung der SPD am 23. September vor. Die Kommunalwahl soll am 7. oder 14. Juni 2009 stattfinden. Allerdings läuft zur Zeit noch eine Verfassungsklage zum Wahltermin.

Einen regelrechten „Schlachtplan“ für den Wahlkampf entfalteten CDU und SPD gestern nicht. Man müsse sich aber bewusst sein, dass jetzt alles Wahlkampf sei, sich jeder für den Kandidaten interessieren werde. Volker Schmitz hatte zunächst den Wahlkampfauftakt für November angekündigt, aber auf Drängen seiner Partei wurde der jetzt vorverlegt.
Seine „Sporen“ als Verwaltungmann – er ist Diplomverwaltungswirt – hat sich Husfeldt im Studium an der Verwaltungsfachhochschule verdient. Dort seien auch die Leute, die später in die Stadtverwaltungen gegangen seien, parallel mit ihm ausgebildet worden. Deshalb mache er sich auch nicht bange davor, ein Rathaus zu leiten – „aber nicht als Einzelkämpfer, sondern als Teamplayer“, wiederholt er. Eric Weik betreibe schon fast so etwas wie Personenkult, wirft Husfeldt dem amtierenden Bürgermeister vor. „Ich weiß aber, dass da gute Leute im Rathaus sind“, sagt der Kandidat. Diese wolle er fördern und nicht nur seine eigene Leistung hervorheben, wie er es Weik vorwirft. Bange macht sich Husfeldt auch nicht vor den repräsentativen Aufgaben eines Bürgermeisters. Als ehemaliger Vorsitzender der IG Bergisch Born und durch den Sport sei er auch ein Vereinsmensch. Reden zu halten, was dann auch auf ihn zukommen, sei für ihn zwar noch Neuland. Aber größere Repräsentationsaufgaben sehr er ebenso wenig als Problem an wie ein Besuch bei einem „100-jährigen Geburtstagskind“. Husfeldt: „Im Gegenteil, darauf freue ich mich sogar.“ So lerne er Leute kennen und sei ohnehin offen für Begegnungen mit Bürgern jeden Alters. Und versteht er auch das Wermelskirchener Platt? „Ich glaube schon“, meint der Kandidat.

Einsätze mit bis zu 2000 Leuten

Kein Neuland wäre es übrigens für Husfeldt, in der Stadtverwaltung Chef von etwa 340 Mitarbeitern zu werden: „Ich stehe im Moment 180 Mitarbeitern vor, habe aber in Bochum schon 400 Mitarbeiter und bei großen Einsätzen zwischen 1000 und 2000 Leute geführt“, berichtet Husfeldt. Darunter seien auch so große Einsätze wie der Kastor-Transport und der G8-Gipfel in Heiligendamm gewesen
aktualisiert von Stephan Eisbach, 02.05.2010, 19:13 Uhr
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