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21.09.2008, 11:27 Uhr
Parteibasis steht hinter Hans-Dieter Husfeldt
Bericht von Andreas Weber im "Wermelskirchner Generalanzeiger" am 20.09.2008 zur Nominerung von Hans-Diere Husfeldt als Bürgermeisterkandidaten der CDU Wermelskirchen
"Glaubwürdigkeit und Authentizität" hatte Volker Schmitz, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, vom Bürgermeisterkandidaten gefordert. Attribute, die Hans-Dieter Husfeldt offensichtlich von der Parteibasis zugestanden werden.

Donnerstagabend erreichte der 44-Jährige bei der Mitgliederversammlung der Christdemokraten eine hundertprozentige Ausbeute: 58 Wahlberechtigte stimmten im Bürgerzentrum allesamt mit Ja für den Polizeioberrat.Die Erleichterung über das Traumresultat war dem gemeinsamen Favoriten von SPD/CDU deutlich anzumerken. Husfeldt sprach von einem "Riesenauftrag", dem er denn gerne gerecht werden wolle, wenn er im Juni 2009 gewählt wird. In seiner zwanzigminütigen Antrittsrede hatte Husfeldt zuvor unter anderem darauf abgehoben, dass er ein "bergischer Junge" sei.

Er sei nicht von "irgendwoher" geholt worden, um Wermelskirchen kennen zu lernen: "Mir braucht niemand zu erklären, was die Bergischen im Allgemeinen und die Wermelskirchener im Besonderen denken und fühlen." Geboren ist er in Bergisch Born, hat bis Ende 2003 dort gelebt.

Sein Abi baute der zweifache Familienvater am hiesigen Gymnasium, bevor er 1983 eine Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten in Wuppertal begann. Über Bergisch Born, einst Wermelskirchen, heute zu Remscheid gehörend, baute der Bewerber die Brücke zu Dhünn und Dabringhausen: "Ich weiß, wie schwer es ist, als kleine Gemeinde vom großen Bruder nicht vergessen zu werden."

Er wolle sich auch stark den Interessen der Ortsteile widmen. Husfeldt nannte ein Beispiel: "Eine Schließung der Mehrzweckhalle Dabringhausen passt nie und nimmer in meine Gedankenwelt. Wer solche Gedanken nur denkt, spielt unzulässig mit den Gefühlen dieser Menschen."

Hans-Dieter Husfeldt, der bei der CDU von seiner Ehefrau Gaby begleitet wurde, ist sich bewusst, dass er in drei Berufe wechseln würde. Vom Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz bei der Kreispolizei wäre er als Bürgermeister Chef der Verwaltung, repräsentiere die Stadt und nähme politische Aufgaben als Kopf des Stadtrates wahr. Er habe, erklärte Husfeldt, eine "besondere Vorstellung von der politischen Rolle des Bürgermeisters".

Den sieben Fraktionen im Rat versprach Husfeldt: "Ich werde keinem der gewählten Vertreter Dummheit oder falsche Interessen vorwerfen, sie alle sollen ihre Idee einbringen können." Gerade in
unterschiedlichen Parteiprogrammen und Zielsetzungen läge die Chance für diese Stadt.

Husfeldt sieht sich als Vermittler. Ergebnisoffen müsse diskutiert werden, und dies nicht im "Hinterzimmer bei gemeinsamen Vorstandssitzungen". Selbstverständlich wolle er auch eine eigene Meinung vertreten. Schaffe er es aber nicht, dafür Mehrheiten zu finden, "hilft keine Schelte der Fraktionen, kein Hinweis auf die Regierbarkeit dieser Stadt, sondern nur eins: Selbstkritik."

Im Rathaus müsse Vertrauen Einzug halten: "Ich will die Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen, individuelle und gemeinschaftliche Stärken fördern. Schwächen sollen offen angesprochen werden, allerdings ohne zu verletzen, zu trennen oder Mitarbeiter zu zerbrechen." Das Personal sei hierfür zu wertvoll, befand Husfeldt.

Sein Lebenslauf beweise, dass er nach 16 Jahren in polizeilichen Führungsaufgaben Qualitäten für das höchste städtische Amt mitbringe. Husfeldt ist auch Diplomverwaltungswirt. Er besitze sowohl die fachliche Reife wie eine umfassende Ausbildung in Mitarbeiterführung, betonte der Remscheider.

Dass es keinen Zweifel am Kandidaten Husfeldt gab, lag auch an der Fürsprache von Heinz Voetmann. Der Ehrenbürger und langjährige Ex-Bürgermeister hatte in der Versammlung das Wort ergriffen und eine Lanze für die Zusammenarbeit der beiden größten Volksparteien gebrochen. Auch für Voetmann stand in der schwierigen politischen Gemengelage mit sieben, vielleicht sogar bald acht Parteien (Die Linke) ein verlässlicher, starker Block im Vordergrund.

Voetmann riet den Anwesenden dringend, sich als CDU auf die eigenen Stärken zu besinnen, einen sachlichen Wahlkampf zu führen. Dieser beginnt in diesen Tagen mit der Ausarbeitung des Parteiprogramms und im November, spätestens zum Jahreswechsel mit der öffentlichen Vorstellung der Wahlkreiskandidaten.

aktualisiert von Stephan Eisbach, 02.05.2010, 19:12 Uhr
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