Forderung nach dezentralen Impfstellen für die Corona-Schutzimpfung

12.01.2021

CDU Stadtverbandsvorsitzender Stefan Leßenich schreibt Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 

Sehr geehrter Herr Bundesminister,
lieber Jens,

für den Rheinisch-Bergischen Kreis wurde entsprechend der bisherigen Landesvorgaben ein
Impfzentrum eingerichtet. Dieses befindet sich in unserer Kreisstadt Bergisch Gladbach, die
aus Sicht von Wermelskirchen nur sehr schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu
erreichen ist. Selbst mit dem PKW benötigt man für eine Fahrtstrecke rund 40 Minuten, was
für viele Menschen über 80 Jahre schlichtweg nicht zumutbar ist.


Wir fordern deshalb seit längerem mit Unterstützung unseres Landrates Herrn Stephan
Santelmann sowie unserer Bürgermeisterin Marion Lück ein zweites Impfzentrum für den
Rheinisch-Bergischen Kreis in Wermelskirchen.


Leider gibt es bis zum heutigen Tage keine Rückmeldung von Seiten des Landes NRW auf
diese Forderung. Wermelskirchen ist die nördlichste und zweitgrößte Stadt des Rheinisch-
Bergischen Kreises und benötigt dringend eine praktikable Impflösung!


Nach einem erneuten Gedankenaustausch mit der Bürgermeisterin sowie den
niedergelassenen Ärzten Dr. med. Hans-Christian Meyer, Harald Bergerhoff und Tobias Hopff
und mir als Vorsitzenden der CDU Wermelskirchen, sind wir zu dem Entschluss gekommen,
insbesondere wegen der immer noch steigenden Infektionszahlen, dass eine zusätzliche
Impfmöglichkeit in Wermelskirchen gewährleistet sein muss, um die Effektivität und die
Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zum Impfen aufrecht zu erhalten bzw. zu steigern.


Daher fordern wir zum baldmöglichsten Termin kleinere dezentrale Impfstellen für die Stadt
Wermelskirchen sowie die Nordkreisstädte Burscheid und Leichlingen z. B. in Sporthallen
oder weiteren geeigneten Räumlichkeiten. Hier sollten die Impfungen mittels mobiler
Impfteams und mit Unterstützung des hiesigen Krankenhauses sowie der Ärzteschaft vor
Ort, orientierend an den anlaufenden mobilen Aktionen in den Seniorenheimen, durchgeführt werden. Passende Örtlichkeiten können selbstverständlich durch die Städte zur Verfügung gestellt werden.


Eine solche dezentrale Impfstelle kann möglicherweise auch als Blaupause für andere Städte des Kreisgebietes dienen, für deren Bürgerinnen und Bürger die Entfernung zum Impfzentrum ebenfalls unzumutbar ist. Sollten diese kleineren Alternativen nicht realisierbar sein, halten wir selbstverständlich an der Forderung eines zweiten Impfzentrums für unsere Stadt fest.

Lieber Jens, im Namen aller Beteiligten bitte ich Dich um kurzfristige Genehmigung unserer Forderung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger!

Mit besten Grüßen
Stefan Leßenich, CDU-Stadtverbandsvorsitzender