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03.09.2008, 21:57 Uhr
Erfolg gibt es nur im Team
Artikel vom 29.08.2008 im Wermelskirchener Generalanzeiger von Andreas Weber.
"Eric Weik hat einmal gesagt, diese Stadt sei unregierbar. Umgekehrt wird ein Stiefel daraus: Der Bürgermeister ist nicht regierungsfähig." Jochen Bilstein, Fraktionschef der SPD, ist sicher, dass unter Hans-Dieter Husfeldt das Eis taut, ein Zeitalter der Entspannung anbricht.




Der 43-jährige Polizeioberrat, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr bei der Kreispolizei, will Verwaltung und Parteien in Wermelskirchen wieder enger zusammenrücken lassen.Husfeldt sieht sich als "Integrationsfigur", nicht nur zwischen SPD und CDU, die ihn als Bürgermeister-Kandidaten tragen, sondern als Mediator für ein besseres politisches Klima.


Gestern stellten SPD und CDU ihre Nummer 1 für die Wahlen 2009 im Hotel "Zur Eich" (WGA; 22. August) offiziell vor.


Am Abend zuvor hatten beide Parteivorstände ihren Mitgliederversammlungen Husfeldt einstimmig vorgeschlagen. "Wir brauchen keinen Einzelkämpfer, sondern einen Teamplayer an der Spitze", erklären die Vorsitzenden Rainer Bleek (SPD) und Volker Schmitz (CDU).


Ein Grundsatz, den Husfeldt unterstreicht angesichts des jetzigen Führungsstils, der schon "Ähnlichkeit mit Personenkult" aufweise: "Nicht der Bürgermeister ist die strahlende Figur, sondern seine Mitarbeiter im Rathaus treiben die Arbeit voran."


Dass der gebürtige Hückeswagener, der in Remscheid-Reinshagen lebt und in Wermelskirchen vor 25 Jahren sein Abi baute, nicht nur auf Miteinander setzt, sondern führen kann, beweist Husfeldt bei der Kreispolizei: 180 Mitarbeiter unterstehen ihm. Erfahrung in dieser Hinsicht sammelte er zuvor bei der Bereitschaftspolizei.


Hans-Dieter Husfeldt, der auch Diplom-Verwaltungswirt ist, steht eigentlich am Anfang seiner Karriere im höheren Dienst. Dass ihn nun ein Berufswechsel reizt, hat auch etwas mit Rolf Menzel zu tun. Der rheinisch-bergische Landrat war in Gesprächen mit Husfeldt aufmerksam geworden auf eine Führungskraft, die ein klares Bekenntnis zum Nordkreis und vor allem zu Wermelskirchen ablegte und auch einer neuen Herausforderung nicht abgeneigt war. Eine Beobachtung, die Menzel der Wermelskirchener CDU mitteilte.



Auf der Suche nach einer Alternative für Weik waren bei den Christdemokraten zuvor mehrere Namen gehandelt worden, unter anderem Reinhard Löchelt (ehemaliger Leiter des Gymnasiums) und Ulrich Kowalewski (Beigeordneter in Rösrath). Der parteilose Hans-Dieter Husfeldt erwies sich aber auch für die Sozialdemokraten als tragbar.


Im März sondierte der zweifache Familienvater (Felix, 14, und Patrick, 16) mit der CDU die Perspektiven. Die größte Wermelskirchener Partei besaß das Vorschlagsrecht. Es habe sich dann herausgestellt, bemerkte Volker Schmitz, dass es mit der SPD nicht nur "politische Schnittmengen auf der Sachebene" gäbe, sondern die Erkenntnis, mit Husfeldt eine gemeinsame "Führungspersönlichkeit" gefunden zu haben.


Nach vielen Gesprächen, nicht zuletzt mit dem Landrat und einem Polizeikollegen, der mittlerweile selber Bürgermeister ist, vor allem aber mit Ehefrau Gaby (42) habe er sich intensiv mit der neuen Rolle auseinandergesetzt, erklärte Husfeldt.


Unter den Themen, die er als Stadtoberhaupt vorantreiben würde, sieht Husfeldt die Innenstadt-Umgestaltung als die dringlichste. "Wermelskirchen hat sicherlich eine wunderbare Entwicklung genommen, die aber nun stockt." Er denkt dabei an den Loches-Platz, an die Marktpassage und das Rhombus-Gelände.


Dass die drei Säulen Verwaltung, Politik und Repräsentation einer Sieben-Tage-Woche gleichkommen, weiß der Kandidat im Wartestand, der von der Basis (CDU am 18. 9.; SPD am 23. 9.) bestätigt werden muss.


Gerade den Umgang mit den Bürgern will Husfeldt gerne pflegen, betont er: "Ich bin immer ein Vereinsmensch gewesen." In Bergisch Born, wo er aufwuchs, hat Husfeldt die Geschicke der örtlichen Interessengemeinschaft gelenkt (heute ist er in der IG noch 2. Vorsitzender), über den Sport weiß er sowieso, wie wichtig Sozialisation ist. Husfeldt war in den 80ern ein erfolgreicher Leistungsschwimmer in Lennep. Auch heute noch ist er mit dem NRW- und Bundeskader der Polizei unterwegs.


Möglich, dass Husfeldt die Polizei-Europameisterschaften der Schwimmer im spanischen Avila nächstes Jahr nur aus der Ferne erlebt. Die EM findet im Juli statt, die Kommunen wählen nach dem Willen der schwarz-gelben Landesregierung Anfang Juni.


aktualisiert von Stephan Eisbach, 02.05.2010, 19:13 Uhr
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