Archiv
14.09.2008, 17:40 Uhr
Ist Schulpolitik ein Streitthema der Kommunalpolitik?
Stellungnahme von Werner Allendorf,Mitglied der CDU-Ratsfraktion und Vorsitzender der CDA Wermelskirchen, zum Artikel "1 Kandidat, 2 Programme" in der Bergischen Morgenpost
Am Dienstag, 09.09.2008 fand im Hotel zur Eich eine Veranstaltung zum Thema „Ausbildungsfähigkeit“ der Schulabgänger unter Beteiligung von anerkannten Ausbildungsbetrieben, der IHK, des Schulrates des Rheinisch-Bergischen Kreises und vieler interessierter Lehrer und Eltern statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde von Herrn Seeger, als Vorsitzendem des Schulausschusses sehr treffend angemerkt, dass die Kommunen für den äußeren Rahmen und die Ausstattung ihrer Schulen verantwortlich sind, nicht aber für die Lehrinhalte und schon gar nicht für die Frage der Veränderung von Schulformen. Schulpolitik ist in der Bundesrepublik Deutschland Ländersache.

Wenn Herr Weik nun eine klare Aussage des gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der CDU und SPD erwartet und damit hofft hierdurch eine Spaltung oder Zerrissenheit herstellen zu können, dann irrt er. Als amtierender Bürgermeister müsste er wissen, dass das Schulgesetz derzeit keine Gemeinschaftsschule zulässt und dass die Forderungen der SPD landespolitisch umgesetzt werden müssen, bevor vor Ort diese Diskussion geführt werden kann.
In der bereits angesprochenen Veranstaltung wurde durch die Unternehmen und die vertretenen Schulen eine klare Aussage zur sehr guten Qualität der Arbeit an allen Wermelskirchener Schulen geäußert. Wirtschaft und Schule arbeiten eng zusammen, um die Zukunftsperspektiven der Schulabgänger, aber auch um die Qualität der zukünftigen Auszubildenden zu verbessern. Und diese Meinung kann ich nur unterstützen! Im übrigen besteht hierüber auch Einigkeit in CDU und SPD vor Ort. Deshalb gibt es auch keine Veranlassung eine Veränderung der Schullandschaft in Wermelskirchen anzustreben, zumal es hierbei nicht um die (noch?) unzulässige Gemeinschaftsschule gehen kann.
Als Bürgermeisterkandidat wird sich Hans-Dieter Husfeldt um die örtlichen Belange kümmern müssen, Dinge die auch unmittelbar vor Ort gelöst werden müssen und können, nicht aber um Thematiken, die gar nicht in die Regelungskompetenz eines Bürgermeisters fallen. In diesem Fall bedeutet dies eine weitere Unterstützung aller Schulen für ihren sehr bedeutenden Bildungsauftrag. Tiefergehende Diskussionen müssen zunächst im Schulausschuss, vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und auf der Basis des gültigen Schulgesetzes, ausdiskutiert werden – hierbei wiederum gilt es im Rahmen einer unvoreingenommenen Pro und Contra Diskussion am Ende eine Lösung zu finden, welche für Wermelskirchen die Beste ist.
aktualisiert von Stephan Eisbach, 02.05.2010, 19:12 Uhr
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